Kreistagsfraktion zu Besuch in der Integrierten Rettungsleitstelle

31.08.2016 14:55
Kategorie: Kreistag SOE

Am vergangenen Montag besuchte die SPD/Grüne-Kreistagsfraktion im Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge die Integrierte Rettungsleitstelle in Dresden, die neben der Landeshauptstadt die Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz - Osterzgebirge umfasst. 

Die Kreisräte erhielten einen umfassenden Einblick in die Abläufe und Arbeitsweise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und konnten sich ein Bild davon machen, was vom Eingang der Meldung bis zum Eintreffen der Rettungskräfte am Unfallort passiert.

Insbesondere die zu niedrige Erfüllungsquote im Bereich der Hilfsfristen war im Gespräch mit den Verantwortlichen ein großes Thema. Dazu äußert sich Ralf Wätzig, Fraktionsvorsitzender:"Wenn die 95%-Quote für eine positive Einhaltung der gesetzlich geforderten Hilfsfrist von 12 Minuten um 15% unterschritten wird, bedarf es der Anstrengungen des Landkreises diese deutlich zu verbessern! Aus diesem Grund war es gewinnbringend die engagierte Arbeit derjenigen kennenzulernen, die sich tagtäglich für unser Wohl einsetzen. Die Stellschrauben mit denen man effektiv an der Verbesserung der Hilfsfristen arbeiten kann, sind in dem Gespräch klar geworden. Wir kommen um eine Vergrößerung der Kapazitäten an Rettungsmitteln nicht vorbei, wenn es unser Wille ist in 12 Minuten am Notfallort zu sein." Zusätzlich wurde kritisch hinterfragt ob immer ein Rettungswagen nötig sei. Die kassenärztliche Notfallnummer 116117 sollte stärker beworben werden, denn dort erreicht die Bürgerin oder der Bürger einen Hausarzt der sich auch um minderschwere Fälle kümmern kann.

Die Kreistagsfraktion von SPD und Grünen sieht weitere Chancen in einer flächendeckenden Leitstellenarbeit, dazu Ralf Wätzig: "Die Kooperation zwischen den beiden Landkreisen und der Stadt Dresden dürfen nicht bei der praktischen Arbeit in der Leitstelle enden. Hier sind Landkreisverwaltungen und die Stadt Dresden gefragt wenn es beispielsweise darum geht neue Rettungswachen so zu bauen, dass mehrere angrenzende Gemeinden und Stadtteile davon profitieren - gleich ob sie dem Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge oder der Landeshauptstadt zugehörig sind." 

Für die Mitglieder der Kreistagsfraktion liegen die Vorteile der integrierten Rettungsleitstelle auf der Hand. Insbesondere der Eindruck einer hohen Professionalität gemessen an den Herausforderungen eines großen Einzugsgebietes und der hohen Anzahl an zu koordinierenden Rettungsmitteln, Wachen und dem entsprechenden Personal war hervorragend. "Die Frauen und Männer leisten einen enorm wichtigen Beitrag für uns alle, dafür verdienen sie unseren Respekt und unsere Anerkennung" so Wätzig.